Es gibt viele Gründe, sich für eine Photovoltaikanlage zu entscheiden. Mit Ihrem eigenen Strom werden Sie unabhängiger von Ihrem Netzbetreiber und senken Ihre Stromrechnung. Doch wann lohnt sich eine Solaranlage eigentlich? Wir zeigen Ihnen, welche Faktoren die Rentabilität einer PV-Anlage beeinflussen und wie Sie diese richtig berechnen.


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Was ist die PV-Anlagen-Rentabilität?


Unter der Rentabilität versteht man den jährlichen finanziellen Ertrag einer Photovoltaikanlage in Prozent der Investitionshöhe. Normalerweise lässt sich die Rentabilität einer Investition recht einfach berechnen. Dazu teilen Sie den jährlichen Gewinn durch die Gesamtkosten und multiplizieren den Betrag mit 100. Ganz so einfach ist es jedoch bei der Berechnung der Rentabilität einer PV-Anlage nicht. 

Es gibt nämlich eine Vielzahl von Faktoren, die die Rentabilität der PV-Anlage beeinflussen können. Leider können diese lediglich auf der Basis von Annahmen einbezogen werden, da sie sich nicht zuverlässig prognostizieren lassen. Dazu gehören etwa der tatsächliche Ertrag der PV-Anlage, der von der Wetterlage abhängig ist, die nicht vorhersehbare Lebensdauer der Solaranlage oder der schwankende Strompreis.


Faktoren, die die Rentabilität beeinflussen


Doch welche Faktoren sind es nun genau, von denen die Rentabilität Ihrer PV-Anlage abhängt? Unsere Übersicht zeigt Ihnen, auf welche Punkte Sie achten sollten:

Einflussfaktor Beschreibung
Gesamtkosten Je höher die Gesamtinvestition ist, desto niedriger ist die Rentabilität einer PV-Anlage oder desto länger braucht sie, um sich zu amortisieren.
Fördermittel Erneuerbare Energien sind Teil der Energiewende und werden deshalb staatlich gefördert. Wichtige Beispiele dafür sind etwa die KfW-Förderung sowie regionale Förderprogramme von Ländern und Kommunen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zu Fördermitteln für Solaranlagen und zur PV-Einspeisevergütung. Je höher die gewährten Zuschüsse sind, desto höher ist die Rentabilität der PV-Anlage.
Größe der Solaranlage Je größer die PV-Anlage ist, desto rentabler ist sie in aller Regel. Das ist zum einen so, weil Sie mit einer größeren Anlage Ihre Eigenverbrauchsquote steigern, aber auch, weil sich die Fixkosten (z. B. die Installationskosten) auf mehr Leistung verteilen. Ist die PV-Anlage allerdings überdimensioniert, kann das die Rentabilität der PV-Anlage wiederum negativ beeinflussen. Worauf Sie bei der Wahl der korrekten Größe achten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Auslegung einer PV-Anlage.
Erzeugte Energiemenge Wie viel Energie das PV-System erzeugen kann, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, unter anderem: installierte kWp Lage des Gebäudes (z. B. in Süddeutschland durchschnittlich mehr Sonneneinstrahlung als in Norddeutschland) Standortbedingungen (z. B. schlechtere Ausbeute durch Verschattung) optimale Ausrichtung und Neigung der Solarpaneele Systemverluste (Einfluss der Qualität der Technik) Je mehr Strom eine PV-Anlage erzeugt, desto rentabler ist sie.
Jährlicher Energieverbrauch Um den Eigenverbrauch Ihres PV-Systems zu optimieren, sollten Sie den bisherigen jährlichen Energieverbrauch möglichst genau kennen. Eine über- oder unterdimensionierte PV-Anlage kann nämlich nicht rentabel arbeiten.
Eigenverbrauchsquote Ohne Solarspeicher erreichen Sie mit Ihrer PV-Anlage eine Eigenverbrauchsquote von 40 bis 50 Prozent. Mit Solarbatterie kann sie auf bis zu 80 Prozent steigen. Je mehr Strom Sie selbst verbrauchen, desto stärker lohnt sich Ihre PV-Anlage, da Sie Stromkosten sparen.
Strompreis Der Strompreis ist ein bestimmender Faktor. Je teurer der Netzstrom gerade ist, desto größer ist die jährliche Ersparnis durch den Eigenverbrauch. Dieser Faktor ist nicht planbar, da der Strompreis ständig schwankt.
Inflation Auch die Inflation kann die Amortisationsdauer beeinflussen, etwa weil die festgelegte Einspeisevergütung an Kaufkraft verliert.
Degradation Grundlage einer Renditeberechnung ist die angenommene Lebensdauer. Meist werden dafür 20 Jahre angenommen (= Ende der Einspeisevergütung). Die Leistung des PV-Moduls sinkt durchschnittlich pro Jahr um 0,1 bis 0,3 Prozent (man spricht von Degradation). Dieser Effekt reduziert die Rentabilität der PV-Anlage.

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Einfluss der PV-Batterie auf die Rentabilität der Solaranlage


Integrieren Sie einen PV-Speicher in Ihre Solaranlage, beeinflusst dies die PV-Anlagen-Rentabilität enorm. Zum einen steigen dadurch die Anschaffungskosten und Sie erzielen weniger Einspeisevergütung, da Sie einen größeren Teil Ihres Stroms selbst nutzen können. Im Gegenzug reduzieren Sie durch den höheren Eigenverbrauch Ihre Stromkosten und schützen sich vor steigenden Strompreisen. Lesen Sie in unserem Ratgeber, wie Sie genau mit einem Solarspeicher Ihre Stromkosten reduzieren!

Aufgrund der höheren Anschaffungskosten dauert es mit Batteriespeicher im Regelfall länger, bis sich Ihre Anlage amortisiert. Dafür profitieren Sie in den Jahren nach dem Amortisationspunkt von einer höheren Ersparnis. Das gilt besonders dann, wenn Sie abends und nachts einen hohen Stromverbrauch haben (z. B. um Ihr Elektroauto zu laden).


💡Tipp: Wissen Sie bereits, mit welchen Kosten Sie für eine PV-Anlage rechnen müssen? Mehr darüber lesen Sie in unserem Ratgeber zu den Kosten einer Solaranlage.


PV-Rentabilitätsrechner: Lohnt sich eine Solaranlage für mich?


Sie können es sich sicherlich vorstellen: Angesichts der Vielzahl an Faktoren, die das Ergebnis der Berechnung der Rentabilität einer PV-Anlage beeinflussen, ist diese nicht ganz einfach anzustellen. Dennoch können Sie sich mit unserem kostenlosen Rechner für die Rentabilität einer PV-Anlage recht einfach einen schnellen Überblick darüber verschaffen, ob sich eine Solaranlage für Sie lohnt. Dafür sind nur wenige Angaben, wie die Dachfläche bzw. Anzahl der PV-Paneele sowie der aktuelle Strompreis, erforderlich.

Amortisationszeit für Solarmodule
Solar panel image

Wählen Sie die Dachfläche oder die Anzahl der Solarmodule:

14 Module
Jahresproduktion: ? Jedes Modul (Premium-Typ) erzeugt 430 Watt mit einer geschätzten Effizienz von 90%.
5607 kWh
Potenzielle jährliche Einsparungen: ? Grobberechnung der jährlichen Einsparungen basierend auf dem Strompreis und der Anzahl der Solarmodule.
880 €
0.1 €

Um die Rentabilität Ihrer PV-Anlage zu berechnen, setzt unser kostenloser Solarrechner die jährlichen Einsparungen durch Ihre Photovoltaikanlage ins Verhältnis zu den dafür anfallenden Kosten. Daraus ergibt sich die jährliche Rentabilität. Glücklicherweise müssen Sie für einen ersten Überblick dank unseres Rentabilitätsrechners für PV-Anlagen nicht mit komplexen mathematischen Formeln arbeiten. Er berechnet automatisch ein aussagekräftiges Ergebnis.


💡Tipp: Eine hohe Rentabilität Ihrer Photovoltaikanlage ist das eine. Sie können aber noch mehr tun, um Ihre Stromrechnung zu senken. Erfahren Sie in unserem Beitrag, wie Sie im Haushalt nachhaltig Strom sparen.


Berechnung der Rentabilität einer PV-Anlage: Berechnungsbeispiel


Wie sieht nun die Berechnung der Rentabilität einer PV-Anlage genau aus? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen. Das folgende Berechnungsbeispiel einer 2024 installierten PV-Anlage für ein Einfamilienhaus in Niedersachsen beruht auf diesen Annahmen:

  • Jährlicher Stromverbrauch: 4.000 kWh
  • Größe der PV-Anlage: 10 kWp
  • spezifischer Ertrag: 950 kWh/kWp
  • jährliche Stromproduktion der PV-Anlage: 9.500 kWh
  • Einspeisevergütung: 8,11 Cent/kWh
  • Netzstrompreis: 35 Cent/kWh
  • Anschaffungskosten PV-Anlage: 15.000 Euro
  • Anschaffungskosten Batteriespeicher: 8.000 Euro
  • Lebensdauer der Batterie (10 kWh): 12 – 15 Jahre
  • Lebensdauer der PV-Anlage: 25 Jahre
  • Wartungskosten pro Jahr: 1 Prozent der Investition

Unsere Tabelle stellt die Berechnung der Rentabilität der PV-Anlage mit Speicher und ohne Speicher gegenüber:

PV-Anlage ohne Speicher PV-Anlage mit Speicher
Eigenverbrauchsquote 30 % 70 %
Selbst genutzter PV-Strom 9.500 kWh x 30 % = 2.850 kWh 9.500 kWh x 70 % = 6.650 kWh
Eingespeister Strom: 9.500 kWh x 70 % = 6.650 kWh 9.500 kWh x 30 % = 2.850 kWh
Stromeinsparung (pro Jahr) 2.850 kWh x 0,35 €/kWh = 997,50 € 6.650 kWh x 0,35 €/kWh = 2.327,50 €
Einspeisevergütung (pro Jahr) 6.650 kWh x 0,0811 €/kWh = 539,00 € 2.850 kWh x 0,0811 €/kWh = 231,00 €
Gesamte jährliche Ersparnis/Einnahmen 997,50 € + 539,00 € = 1.536,50 € 2.327,50 € + 231,00 € = 2.558,50 €
Amortisationszeit 15.000,00 € (Investition) : 1.536,50 € (Einsparung/Einnahmen) = 9,8 Jahre 23.000,00 € (Investition) : 2.558,50 (Einsparung/Einnahmen) € = 9,0 Jahre

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Lohnt sich eine PV-Anlage: Rentabilität durch mehr Eigenverbrauch


Möchten Sie die Rentabilität Ihrer PV-Anlage berechnen, sollten Sie idealerweise eine Vielzahl von Faktoren einbeziehen. Dazu gehören etwa die Anschaffungskosten, die Eigenverbrauchsquote, der Strompreis und die Menge an erzeugtem Strom.

Je mehr Energie Sie selbst nutzen können, desto schneller amortisiert sich Ihre Photovoltaikanlage und desto höher fällt ihre Rentabilität aus.

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